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27.03.08

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Wie war das doch gleich mit "stützen"?

"Du mußt TIEF stützen, ganz nach unten muß der Druck." Wer kennt das nicht!? Aber wir wollen ja nicht auf die Toilette, sondern schön Klarinette spielen.


Einfach mal folgendes ausprobieren:

Drei bis vier fingerbreit unterhalb des Brustbeins seine Energie sammeln und die Luft von da aus blasen. Nicht verspannen, lediglich anspannen, immer beweglich bleiben. Das wars schon.


Hintergrund ist folgender:

Es gibt im wesentlichen zwei verschiedene Kreuzungspunkte von Muskelsträngen, die fürs Blasen entscheidend sind, wovon sich der eine knapp oberhalb der Schamgegend befindet. Wenn die Atemstütze von dort ausgeht, ist der Nachteil der, daß sie in den Hals und auf die Zungenwurzel drückt. Die Folge: Der Hals macht zu und eine schnelle Artikulation wird erschwert.
Nichtsdestotrotz handelt es sich um ein sehr wichtiges Kraftzentrum des menschlichen Organismus: Der "Hara" sitzt dort, das Kraftzentrum fernöstlicher Lehren. Karatekämpfer holen sich von dort ihre unglaubliche Kraft und Körperbeherrschung. Auch die Gewichtheber stemmen ihre "Hanteln" mit Hilfe dieses Kraftzentrums und es gibt etliche weitere Beispiele ... Aber wie leicht zu erkennen ist, dient dieses Energiezentrum mehr unmittelbarer Arterhaltungstriebe, denn sensibler Ausdrucksformen (*g* Was für ein Wort, das passend und unpassend zugleich ist!).

Nun zum zweiten wesentlichen "Muskelsträngekreuzungspunkt" und Energiezentrum, welches wie bereits beschrieben drei bis vier fingerbreit unterhalb des Brustbeins liegt. Geht die Atemstütze von dort aus, drückt sie nicht auf Hals und Zungenwurzel, was selbstverständlich ein deutlicher Gewinn ist!
Blöderweise hat jeder von Kindesbeinen an gelernt, vorwiegend das untere Energiezentrum zu benutzen und leider fast gar nicht das obere.

Leider haben wir bisher noch keine Grafik gefunden, die das alles veranschaulichen könnte. Vielleicht hat der geneigte Leser so was oder weiß, wo es das gibt? Melden Sie sich bitte bei webmaster@klarinette24.de.


Wie findet und aktiviert man nun das obere Zentrum?

Folgende kleine Übungen sollen unser Körperbewußtsein sensibilisieren:

  1. Man lege sich auf den Rücken und hebe alle Gliedmaßen einen Millimeter an. Der Kreuzungspunkt ist nun sehr deutlich zu spüren. Fürs Blasen soll er allerdings nicht soo sehr angespannt (will heißen verspannt) sein, wie es bei dieser Übung der Fall ist. ;-)


  2. Mit diesem geschärften Bewußtsein, stellen wir uns nun auf ein Bein, und zwar unser Standbein und versuchen, unser Gleichgewicht genau von diesem Punkt aus zu steuern. Das Standbein des Einatmers ist rechts, das des Ausatmers links (s. dort). Oder stellen Sie sich vor, Sie hätten einen 100m-Lauf vor sich. Welches Bein ist im Startblock vorne? Dieses sollte ihr Standbein sein.


  3. Hecheln Sie wie ein Hund und fördern Sie damit die Beweglichkeit dieses Zentrums.


  4. Mit diesem geschärften Körperbewußtsein und der neu erlernten Atemstütze versuchen wir nun ein Blatt Papier an eine glatte Tür, ein Fenster, einen Spiegel o. ä. zu blasen - bitte nicht festhalten, es soll nur durchs Blasen "klebenbleiben".
    Es geht nicht? Je kleiner das Papier, desto einfacher ist es. Teilen Sie dazu das Blatt Papier einfach so lange, bis es klappt. Mit etwa DinA6-Größe dürfte es ganz gut funktionieren. Nun nach und nach mit größeren Blättern versuchen :)

Die Übertragung auf die Klarinette sollte schließlich nicht mehr schwer fallen. Vielleicht interessiert es ja den ein oder die andere und probiert ein wenig davon aus.

Viel Spaß!!!


PS: Für feinstofflich Interessierte dürfte sich noch allerhand weiteres finden lassen, wenn man z. B. diese Zentren mit Chakren in Verbindung setzt!

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